Wenn man so eine etwas außergewöhnliche Reise über eine längere Zeit plant, dann macht man sich auch Gedanken darüber, wie man das finanziell absichert.Meine Rente ist die eines ostdeutschen Hochschulabsolventen, also etwas über dem bundesdeutschenen Durchschnitt, meine Wohnung habe ich für die Dauer meiner Reise vermietet, das unterstützt die Sache und das Ganze ist die derzeitige Einnahmenseite. Ersparnisse sind quasi nicht vorhanden, es wurde das Meiste in das selbstgebaute Reisemobil investiert. Die Ausgabenseite für die Zeit der Reise wird derzeit so kalkuliert, dass ich Lebensmittel kaufen muss, der Lkw braucht für das Reisen Diesel, zusätzliche Reisekosten sind Visa- und andere Gebühren. Mein derzeitiger Anspruch ist so, dass ich quasi keine Ausgaben für Gaststätten und schon gar nicht für Hotels plane. Eine Sicherheitsreserve ist für Instandsezungsmaßnahmen des Lkw und seiner technischen Innenausstattung geplant.Damit sind die Lebenshaltungskosten etwa die Hälfte derer von Deutschland plus Reserve. Probleme gab es von Anfang an mit den „Sanktionen“ gegen die russische Währung, da ja russische Banken zum Großteil von dem Swift-System abgekoppelt wurden, damit funktionieren Kreditkarten kaum. Die Ausreisebestimmungen der EU für Bargeld ändern sich regelmäßig und werden außerdem in Baltischen Staaten auch noch tagesunterschiedlich ausgelegt, also habe ich mir Euros in Dollar getauscht, da die scheinbar eher toleriert werden. In Praxi hat an der Grenze aber niemand überhaupt nach Bargeld gefragt, das weis man aber vorher ja nicht. Ludmilla hat sich für mein Auto interressiert und sogar ein kleines Video gedreht Ludmilla, die ich in Wolgograd kennengelernt habe, hat mir aber Mut gemacht, ein russisches Konto bei einer Bank zu eröffnen, die auch noch am Swift hängt. Russische Freunde haben mich bei solchen Recherchen unterstützt. Sie hat dann auch solch einen Vorgang gemanagt. Da sie aber aus Wolgograd wieder abreisen musste, hat es mit dem Konto dann doch nicht geklappt. Trotzdem vielen Dank Ludmilla für deine Bemühungen. Lumilla am und mit mir im Auto Auf eigene Faust habe ich es dann bei der Sber-Bank versucht, die haben mich dann aber an die Raiffeisenbank St. Petersburg verwiesen. Da in Wolgograd eine Filiale der Bank zu finden war, habe ich es dort versucht und bin sehr freundlich und zuvorkommend trotz meiner mangelnden Russischkenntnisse bedient worden. Voraussetzung von Seiten Deutschlands aber war, dass ich die Steuernummern und Identnummer glaubhaft nachweisen konnte. Zum Glück hatte ich meine letzte Einkommensteuer-Mitteilung mitgenommen, da stand alles drauf. Eine Stunde später hatte ich ein russisches Konto, eine russische Kreditkerte (MIR) und konnte schon Bargeld auf das Konto transferieren. Kurz darauf habe ich Geld von meiner deutschen Hausbank über das Internet auf mein neues russisches Konto überwiesen. Das ging problemlos und 3 Tage später war das Geld auf meinem russischen Konto. Allerdings hängt immer das Damokles-Schwert darüber, dass die Raiffeisen-Bank gezwungen wird, diesen Service aufzugeben und aus Russland abzuziehen. Dagegen beziehen die USA, die im Wesentlichen hinter den Maßnahmen stehen (natürlich nicht die einfache Bevölkerung) immer noch große Mengen angereichertes Uran für ihre Kernkraftwerke aus Russland und das muss über russische Banken abgewickelt werden.
Саша и Маша
Eine Begegnung wie so viele, es könnte der 8.August 2023 gewesen sein, spricht mich Alexander an. An meinem Auto ist die geplante Reisestrecke aufgeklebt (маршрут), er guckt mich etwas ungläubig an. Ich erzähle ihm von der neuen Seidenstraße (die ist ihm bekannt) und von meiner Auffassung zur Völkerfreundschaft aller Länder dieser Welt. Aus meiner Geschichtskenntnis ist Völkerfreundschaft die Grundlage von Frieden und Völkerhass eine Voraussetzung von Kriegen. Alexander stimmt mir zu und beim Gespräch erfahre ich, dass er in der Schule auch einmal Deutschunterricht hatte. Er versucht immer wieder sich an einzelne Worte zu erinnern. Wir machen also lustigerweise im Gespräch das Gleiche, nur eben jeder in der Sprache des Anderen. Bei der Verabschiedung verspricht er mir: „Ich werde dich wieder besuchen“. die erste Begegnung Frühstück mit Sascha Und wirklich, beim nächsten mal bringt er seine Frau Maria (und 2 Campingstühle) mit und wir haben ein langes Gespräch.Das sollte sich noch viele Male wiederholen, schließlich schaut er fast jeden Tag nach seiner Arbeit bei mir vorbei, er hat seinen Arbeitsweg etwas verändert, so dass der nun nachmittags bei mir vorbei führt.Ich lerne wie russische Namenskürzel zustande kommen – Alexander wird Sascha genannt, Maria ist für ihn immer Mascha. Ich erfahre seinen Beruf, er ist Autoschlosser, oder wie das heute heißt … Er hat aber auch etliche Jahre als Monteur an vielen Erdöl/Erdgasleitungen gearbeitet („Kraft Sibiriens“, …, „Nordstream“). Bei der Gelegenheit hat er in Sankt Petersburg auch seine Mascha kennengelernt und vor gut 2 Jahren haben sie geheiratet, sich eine Wohnung in einem Neubaublock ganz in der Nähe meines Standplatzes gesucht und wollen eine Familie mit Kindern werden (was hier auch in ihrem Alter völlig normal erscheint). Sascha ist, wenn ich es mir richtig gemerkt habe 34 und Mascha 25 Jahre alt. Ihr Hochzeitsfoto Ihr 2. Hochzeitstag in der Gaststätte Maschas 25. Geburtstag Sie kommen mehrmals, um mit mir am Campingtisch gemeinsam zu essen, wobei sie die Speisen natürlich selbst mitbringen um mich in die Landes- und Ortsübliche Küche einzuführen. An einem Wochenende kommen die beiden und Sasche schmiert mit mir gemeinsam das gesamte Fahrgestell des Lkw ab. Eines Nachmittags nach seiner Arbeit, erzählt er mir, dass er heute nur wenig Zeit hat, weil Mascha heute ihren 25. Geburtstag hat, er muss noch ein Geschenk kaufen und Blumen … gemeinsames Abendessen Abendbrot ein anderes Mal das schmeckt auch so gut, wie es aussieht Da er längst erfahren hat, dass Astrachan auf meiner Reiseliste steht, erzählt er mir, dass sein Bruder Ilja in Astrachan studiert, er würde mich dort bestimmt auch unterstützen. Und wirklich, eines Sonntags kommt Sascha mit Ilja, er stellt sich mir vor, und die beiden haben so eine Art Surfbrett mit, um die Wolga in beide Richtungen zu überqueren. Sascha und Bruder Ilja Die Betonböschung zur Wolga hinunter und los gehts Am Tag vor meinem Abschiedskonzert kommt Sascha und fragt, ob noch etwas zu helfen ist, und selbstverständlich kommen sie auch am nächsten Tag zu meinem Abschiedskonzert und verabschieden sich von mir. Ich denke sehr gern an die beiden zurück und wir haben nun immerhin Telegram-Kontakt, was man an dem Video sieht, das sie mir nach Sotschi geschickt hatten. https://youtu.be/-s5yyZ-7Dy0https://youtu.be/X__GJAvZ4_M Wie wahrscheinlich auf den neuen Social-Medien üblich, haben mir die beiden auch Videos gesandt, die ihnen gefallen oder wichtig sind und die Auswahl beinhaltet ja auch einen Einblick in ihr Denken und Leben …
Концерты в Центральном парке
waren für mich ein besonderes Erlebnis. Nastja, Shenja, Aleksandra und Ilja kamen mit Freunden und Bekannten, ein bisschen Laufpublikum dazu und das Ganze direkt gegenüber dem großen Riesenrad. Eine Stunde später, es war nun schon dunkel, habe ich beschlossen gleich an meinem Auftrittsort zu übernachten und am nächsten Tag noch ein Straßenkonzert zu geben. Einer der dort Beschäftigten lud mich am Abend ein, doch mit ihm einmal Riesenrad zu fahren. Allein wäre ich nicht darauf gekommen, aber zu zweit … und mir wäre auch etwas Schönes entgangen. Mein großer Lkw so weit unten, wie ein kleines Spielzeug und der herrliche nächtliche Blick über Wolgograd. Da ich dann auch gleich wieder dort übernachtet habe, hatte ein bisschen Angst, dass ich am nächsten Morgen ausgeschimpft werde. Aber die Sorge war umsonst, die Parkmitarbeiter winkten mir am nächsten Morgen freundlich zu. Park der Freundschaft, da bin ich richtig ich stell mich direkt neben das Riesenrad und baue meine Bühne auf Utes Menschenrettungs-Schirm ist mit dabei Begegnungen nach dem Konzert direkt hinter mir die Wolga mit der neuen Brücke unter dem Zeichen der Taube mit der Lyra es wird dunkel er lädt mich ein aufs Riesenrad allein hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht und da unten mein Spiezeugauto Überraschung bei der Rückfahrt 2 Videoschnipsel aus dem Publikum:
За свой счет
meine ganze Reise ist ja eigentlich nur eine Idee, die mir nur niemand ausreden konnte – auch nicht diese 2-järige Grippezeit mit ihren wesentlichen Einschränkungen, denn ich wäre sonst schon 2 Jahre eher losgefahren.Das Schicksal wollte es so, dass ich keine Mitreisende gefunden habe, zu zweit wäre es mit Sicherheit noch schöner geworden (Glück teilen).Noch sind die Bedingungen ideal. Es ist Sommer, warm, lange hell (hier nur jetzt nur noch bis 18:30 Uhr). Ich halte mich fast nur draußen auf, die vorbei laufenden oder auch fahrenden (auch Pkw’s) kommen von selbst auf mich zu, ich bin ständig in Gespräche verwickelt – alles in Russisch – was ich nur viel zu dürftig beherrsche, es wird aber ganz langsam besser. Mein Plan ist als nächste Station Astrachan an der Wolgamündung zu wählen (ich werde von hier auch an Bekannte „weitergereicht“, um dann über Sotschi nach Abchasien (ich habe eine Einladung) ans schwarze Meer zu fahren um zu überwintern. Mein russisches 3-Monate-Visum endet Anfang Oktober. Auf Grund der sich verändernden Jahreszeiten und der immer kürzeren Tage, weis ich noch nicht, ob sich eine gewisse Einsamkeit einstellen könnte. Ich versuche nun hier oder dort eine Mitreisende zu finden. Zuspruch ist eigentlich genug da, aber wirklich aufraffen und dafür entscheiden ist eben eine noch andere Sache. Vielleicht sollte ich mir in Abchasien auch ein Zimmer mieten, um Familienanschluss zu bekommen. Anfang März 94 ist in Sotschi ein großes Weltjugenfestival. Ob ich mich dafür bewerbe, für fie Jugendlichen Freundschfts- und Friedenslieder singen zu dürfen? Sonnenaufgang an der Wolga gegen 5 Uhr wird es hier hell
Студенты
Studenten kommen öfter an mein Auto. So auch Nikita, der mir erzählte, dass er gerade sein Studium an der Wolgograader Universität beendet hat. Wir tauschen auf seinen Wunsch auch die Telegram-Nummern aus. Am nächsten Tag eine Anfrage, ob er mir irgendwie helfen kann … Nikita (links) mit Freund und Mitstudentin beim Abschiedskonzert Na ja, ich hatte verschlafen, dass ich meine SIM-Karte hätte verlängern lassen müssen und so hatte ich kein Internet. Ich fragte ihn, ob Sonntags auch ein MTS-SIM-Karten-Geschäft geöffnet hat? Es hatte und er bot mir an mich mit seinem Auto dorthin zu fahren. Gesagt, getan, das Internet ging wieder.Seine Universität sei nicht weit, ob er mir seine Universität zeigen dürfe, da war ich natürlich gleich dabei.Danach wollte er mir gerne noch ein Mahnmal zeigen. die Universtät Wolgograd – – Wir fuhren mit dem Pkw durch wildes Gelände und landeten an einem großen Denkmal mitten in der Natur. Er erzählte, dass dieses Mahnmal auch für seinen Großvater errichtet worden wäre, der in dieser Einheit beim Kampf im großen Vaterländischen Krieg gefallen war. ohne Worte ohne Worte ohne Worte
Мирные автомобили
Ich war schon vor Jahren im Internet darauf gestoßen:Jemand hatte die Idee gehabt und tatsächlich verwirklicht: Autos wie Polizeifahrzeuge zu gestalten und als Aufschrift „Friedensfahrzeug“ zu wählen. Ich fand das sehr originell und absolut gut. Als ich erfahren hatte, dass die „Erfinder“ und „Hersteller“ in Mecklenburg wohnen, bin ich beim nächsten Mecklenburg-Besuch zu ihnen gefahren, um sie zu besuchen. Sie haben mich sehr freundlich empfangen und ich habe ihnen mein sehr freundliches Lob gespendet. Ab und an begegnet mir tatsächlich irgendwo im Internet oder wo auch immer so ein Auto und jüngst habe ich doch sogar ein Friedens-Auto-Gespann gesehen.Zusätzlich habe ich mich über das Friedensfahrzeug meines Freundes Eckardt gefreut, dass er auch zusammen mit seiner chinesischen Ehefrau fährt und das mich ein paar Tage in Russland begleitet hat. Die Fahnen übrigens, die man darauf sehen kann, sind fahrtauglich und werden während der Fahrten genau so mitgeführt.Mit freundlicher Erlaubnis der „Erfinder“ darf ich euch hier ihre „Produkte“ empfehlen: Eckardts Friedensauto in Wolgograd
Фонд мира
03.08.2023 Die Friedensstiftung Das Friedenskommitee, die Friedensstiftung Wolgograd hat uns eingeladen und mit etlichen Einheimischen samt Präsidenten und einer Vollen Tafel mit Essen und Getränken begrüßt. Wie bei solchen Treffen üblich wurden kurze Reden ausgetauscht und auch des öfteren angestoßen. Am Ende haben sich sogar 2 getraut etwas zu singen, da konnte ich auch nicht widerstehen. Hier wurde noch einmal an die traurige Tatsache erinnern, dass aus Deutschland nicht 1 offizieller Vertreter zu den Feierlichkeiten 80 Jahre Stalingrad gekommen war, da damit unsere Truppe von Privatpersonen die Einzigsten war, wurden wir um so herzlicher behandelt. … … der Präsident der Stiftung … … Alexandra fotografiert aus dem Hintergrund es war kein Wodka aber Cognak alle miteinander
Интервью
03. August 2023 Nastja hatte die Zeitung informiert Und wirklich die Zeitungredaktion rief mich an, wir machten einen Termin aus und Anna, die Reporterin und ein Fotograf kamen zu mir. Vor lauter Aufregung habe ich vergessen auch nur ein Foto davon zu machen.Das Interview fand in russischer Sprache statt. Anna stellte die Fragen und ich mit meinem geringen Wortschatz musste erraten, was sie wissen wollte. Ich musste dann aber ja auch ganz konkret in russisch antworten -na, das war vielleicht ein gestotter!Zum Glück hatte Anna meine Webseite www.neuekarawane.de schon studiert, der Fotograf hat wie wild alles fotografiert und Anna hat einen, meiner Meinung nach guten Artikel dazu geschrieben. Als ich ihn gelesen hatte, habe ich mich gefreut , aber auch gestaunt, was ich alles so gesagt habe …Sinngemäß hat aber alles gestimmt und ich habe mich bei Anna dafür bedankt.Seit dem treffe ich bis zum heutigen Tag immer wieder Wolgograder, die mir auf ihrem Handy den Artikel zeigen, meinen Namen kennen und sich gern mit mir zusammen fotografieren möchten. Letztens erzählte eine Familie sogar, sie hätten mich im Fernsehen gesehen, wovon ich aber nie etwas bemerkt habe, dass da eine Kamera gewesen wäre …Aber die Menschen wissen, dass mir und vielen einfachen deutschen Freunden und Bekannten die Freundschaft der Völker und der Frieden wichtig sind.Ich hänge mal das Interview und die Fotos in deutscher Übersetzung mit hier hinten dran. … im Cockpit Abstieg aus 1,70 m…. im Büro Stellplatz an der Wolga Artikel in der sächsischen Zeitung auf der Bühne … Da steht: Die neue Seidenst Das Wohnzimmer Die Küche Im Bad … im Schlafzimmer … … … immer wirder Besuch die Organisatoren … auf Wiedersehen Anna Ein Deutscher reiste mit einem Vier-Zimmer-Wohnmobil von Deutschland nach Wolgograd und erzählte, was er von den Russen hält Der Deutsche Dieter Popp ist diese Woche mit seinem Wohnmobil von Deutschland nach Wolgograd gereist. Das Auto ist mit fast allem ausgestattet, was man für eine komfortable Weltreise braucht. All das hat Dieter mit seinen eigenen Händen geschaffen. Der Mann ist 72 Jahre alt und kann (für einen deutschen Muttersprachler) recht gut Russisch sprechen. „Bloknot Volgograd“ hatte die seltene Gelegenheit, mit dem Gast zu sprechen und das Innere des Wohnmobils zu besichtigen, und auch herauszufinden, was er über Russen denkt. Der Besitzer nannte sein Wohnmobil liebevoll „Lucy“. Dieter ist ein älterer, sehr emotionaler und herzlicher Mann. Er kam uns entgegen und trug ein T-Shirt mit dem Logo des Neue Karawane-Projekts, auf dem das Wort Freundschaft in mehreren Sprachen geschrieben stand. Das Logo für das Projekt mit der Taube wurden von der Tochter des Deutschen kreiert. Als Erstes klettern wir über eine hohe Metallleiter in das Wohnmobil. Das spätere Wohnmobil mit 600-Liter-Tank wurde als entmilitarisierter Magirus-Deutz 110 AW gekauft. Das gesamte Innenleben, vier Räume auf 12 Quadratmetern, hat Dieter selbst zusammengebaut, mit gebrauchten Bauteilen, Geräten und Möbeln. Am Eingang befindet sich ein Schuhregal mit ein paar Paar Hausschuhen. Auf der rechten Seite befindet sich eine voll ausgestattete und recht geräumige Küche mit einem Gasherd und einem Kühlschrank (eigentlich gibt es hier nicht mehr als 3 Quadratmeter Platz, die Tatsache, dass es nicht viel Platz gibt, ist überhaupt nicht zu spüren). Daneben befindet sich das Bad mit Waschbecken, Duschkabine und Toilette. Links ist eine Kuschelecke, Dieter nennt sie Wohnzimmer, daneben steht ein Schreibtisch (wir bitten Dieter, ein Foto zu machen. Dahinter sitzend, wiederholt er stolz mehrmals hintereinander: Das ist mein Büro! – Das ist mein Büro – Anm. d. Red.). Ganz am Ende des Wohnmobils steht ein Doppelbett. Überall gibt es jede Menge Regale und Schubladen, und die Ordnung ist nahezu tadellos. So warten in der Küche Eier in Ständern auf ihre Zeit, in einem Korb gibt es Obst mit Pillen. An einer Stelle zeigt Dieter eine Schiebetür neben der Küche. Dabei handelt es sich um einen Durchgang zwischen dem Fahrerhaus und dem Wohnbereich, für den der Deutsche zwei Fenster an der Rückseite des Fahrerhauses entfernen musste. Auf dem Dach des Wagens ist ein Solarpaneel montiert. Dieter erzählt von seinen Eindrücken von Wolgograd und natürlich von dem, was er auf den Straßen der Stadt gesehen hat (in den ersten Minuten fällt es ihm schwer, die Bedeutung dieses vielschichtigen Wortes zu begreifen, wir ändern es in „Emotionen“ und der Mann nickt sofort mit dem Kopf). Er gesteht, dass er nicht zum ersten Mal in Wolgograd ist, er kam 1982 mit dem Freundschaftszug in unsere Stadt. Diesmal hat ihn besonders die Wolga beeindruckt, in der er, wie Dieter sagt, sogar gebadet hat. In Wolgograd wird der Deutsche nur zwei Wochen bleiben. Auch die Haupthöhe Russlands hat Dieter zum zweiten Mal besucht. In den ersten Augusttagen legte er zusammen mit anderen Teilnehmern der Kundgebung „Freundschaft“ (32 von ihnen aus 21 Städten Deutschlands), mit freundlichen Fahnen Blumen in der Halle des militärischen Ruhms zur Ewigen Flamme nieder. Ich war auf dem Friedhof in Rossoschki: Gestern und vorgestern waren wir auf Mamaev Kurgan und haben das gesehen! Wir waren auch im Museum der Schlacht von Stalingrad. Besonders gefallen haben mir der russische Fluss Wolga (hier zitierte Dieter aus dem Gedächtnis Zeilen aus verschiedenen russischen Volksliedern „Down the Mother Volga“ und „Volga, Volga, mother native“) und die Menschen. Ich denke, sie sind lustig. Außerdem – riesige Gebäude und Kathedralen. Dann geht’s weiter nach Astrakhan. Die Aufgabe unseres Projekts ist es, mit der Welt, mit den Menschen zu sprechen. Die Idee des Projekts „Neue Karawane“ im Namen der Völkerfreundschaft, so Dieter, gehört ihm. Alles verfolgt ausschließlich friedliche Ziele – gegen Faschismus, sorgt für Bekanntschaften, Kommunikation mit Menschen auf der ganzen Welt. Dieter startete seine Reise auf der „Lucy“, der sogenannten Neuen Seidenstraße, von der Stadt Sinis an der Atlantikküste Portugals, dann0 ging es nach Madrid in Spanien, nach Deutschland. Im Mai und Juni machte er eine Pause, und im August reiste er vom Gimmlitztal nach Wolgograd. Eine detaillierte Karte der Routep ist auf dem Globus in Dieters Wohnmobil zu sehen, darunter eine Aufschrift in russischer Sprache. Eine der Hauptaufgaben der Teilnehmer der Kundgebung der Nichtregierungsorganisation Friendship Global, darunter Dieter Popp, ist es, zu vermitteln, dass in Deutschland bedeutende Teile der Bevölkerung die russophobe
Мамаев холм
02.08.2023 Der Mamajewhügelist mit 230 m die größte Erhebung in der Gegend Wolgograd, hier tobten auch die verzweifeltsten Kämpfe. Die Gedenkstätte mit iherer Monumentalstatue „Mutter Heimat ruft“ ist die in Russland am meist besuchte und das war auch von uns nicht zu übersehen. Die Stadtverwaltung hat uns eine deutschsprachige Stadtführerin zur Verfügung gestellt und da wir Freundschaftsfahnen dabei hatten, sind wir auch auf viele freundliche Gesichter gestoßen. Das russische Fernsehen hat uns begleitet.Ich versuche eine kleine Bildauswahl. Meine dazugehörigen Emotionen kann ich eigentlich nicht in Worte fassen.Das kleine Video in dem ich die 3 roten Nelken niederlege ist leider zu groß für die Webseite … chronologischer Aufstieg … … … … … … … … Die Halle der ewigen Flamme … die Besucher in gebührendem Abstand die 82 m hohe Statue unsere Stadtführerin
Мы помним о погибших
02.08.2023 Wir gedenken der Toten Bei der Schlacht um Stalingrad wurden innerhalb von 134 Tagen 2 Millionen Menschenleben vernichtet, 800 000 deutsche und europäische und 1,2 Millionen russische.In Wolgograd liegen sich die beiden Friedhöfe, der russische und der deutsche gegenüber. Das Grauen des Krieges ist unbschreibbar. Bis zum heutigen Tag werden jetzt aufgefundene Überreste dort, soweit möglich, identifiziert, beigesetzt oder mit Deutschland ausgetauscht. Die Friedhöfe sind in einem vorbildlichen Zustand. Hunderttausende Namen bekannter Toter sind eingraviert und mir kamen die Tränen ob dieser unglaublichen Verbrechen bei dem Brüder auf Brüder gehetzt wurden. Der Menschenrettungsschirm von Ute Donner war immer mit dabei und den verteile ich auch täglich hier als Aufkleber. die ehemaligen Schlachtfelder sind jetzt Friedhöfe auf dem russischen Friedhof von einem Dorf blieb nur noch die Glocke übrig ich muss weinen ringsherum und unübersehbar der deutsche Soldatenfriedhof die Worte kann man lesen (Zoom) sie suchen einen Großvater auf jedem Block sind Abertausende Namen die Worte kann man lesen (Zoom) der Name des Friedhofes