02.08.2023 die Schlacht um Stalingrad jährt sich dieses Jahr zum 80. Mal, aus diesem Grund und den damit verbundenen Feierlichkeiten wählte ich als erste große Etappe Wolgograd. 30 Privatpersonen organisiert über den Druschba-org aus Deutschland waren mit Uli und mir die Einzigen Deutschen, die an den Feierlichkeiten teilnahmen. Wir bekamen von der Stadtverwaltung Kleinbusse gestellt eine kostenlose Führung usw.Dieses Panoramamuseum kannte ich noch nicht, das gab es bei meinem letzten Wolgograd-Besuch noch nicht.Aus der Unmenge von Fotos muss ich einige auswählen. Im Bild 10, die Getreidemühle wurde bis zulatzt hart umkämpft und ist als Mahnmal erhalten. Bild 13, der Kinderbrunnen wurde im Krieg zerstört und jetzt wieder nachgebaut und eingeweiht. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
Nastja und Shenja
Nastja und Schenja 30.07.2023 4 Tage nach meiner Ankunft in Wolgograd, Sonntag, es war langst dunkel aber immer noch heiß (жарко), sitze ich an der Uferpromenade an der Wolga und verschieden Spaziergänger sprechen mich an. Im Allgemeinen wollen sie wissen warum ich solch ein großes Auto habe und das Übliche woher und wohin. Sie wundern sich dass ich alleine fahre (ich ja auch) und allermeist, nachdem sie erfahren habe, dass ich auch für die Freundschaft der Völker unterwegs bin, enden solche Gespräche in spontanen festen Händedrücken, meist auch in Umarmungen und dem Wunsch ein Foto mit mir gemeinsam zu machen. Etliche möchten sich mein Auto (Автодом) zeigen lassen.So auch Anastasia (26) und Shenja (33), die sich über das ausgebaute Innenleben des Wohnraumes freuen und ganz begeistert sind.Das wahr der Anfang einer richtigen Freundschaft. Ihnen habe ich dann vieles Weitere zu verdanken. Ich bekomme viele Telegram-Mitteilungen von „Guten Morgen“ bis „Gute Nacht“. Sie informieren mit meiner Erlaubnis die Wolgograder Presse das dann auch wirklich in ein Interview mündet. Als sie hören, dass ich auch kleine Konzerte geben will organisieren sie, dass das im Zentralpark von Wolgograd stattfinden soll auch dass ich mit dem Lkw in den Park fahren darf, weil ich ja direkt am Auto meine Bühne habe (sonst ist der Park für Lkw’s gesperrt. Sie laden mich zu dem, von ihnen organisierte große Kinderfest ein, ich lerne ihre Freunde kennen usw.Ich habe am Lkw noch mehrere Arbeiten zu erledigen, die vor meiner Abfahrt zu hause nicht mehr geworden sind. Zusammen mit ihren Freunden organisieren sie mir eine Entsprechende Werkstatt. Wenn nötig darf ich ihre Adresse als vorläufigen Wohnsitz benutzen (für Pakete aus Deutschland und für die Bank bei der Kontoeröffnung) und das wird nicht das Letzte sein, was ich von den beiden zu erzählen habe. Kurz vor ihrem 1-wöchigen Urlaub in den Bergen wäscht mir Nastja noch meine Klamotten und Bettwäsche in ihrer Waschmaschine – noch einmal -Danke.Auch andere kümmern sich rührend um mich (z.B. Alex und Mascha), bringen mir selbstgekochte Mahlzeiten, Lebensmittel und Getränke, aber die beiden habe ich besonders ins Herz geschlossen. So saß ich an der Wolga und dann … am Zentralpark Der Parkeingang ich lerne den Park kennen … … … direkt an der Wolga mit der Wolgabrücke … Nasja, Shenja und ihre Freunde Alexandra und Ilja Das Fußballstadion für die Weltmeisterschft ein großes Einkaufszentrum direkt davor Diese für Russland typischen Parks heißen „Park für Kultur und Erholung“. Eine großzügige Anlage mit viel Grün, Kinderspielplätzen, Liebeslauben und Rummelattraktionen. Eine Woche Urlaub im Kaukasus, da haben sie mir diesen Gruß geschickt. auf dem Weg in die Berge Als ich Nastja, nach dem wir uns schon gut kennengelernt hatten, nach ihren Träumen fragte, schickte sie mir diese Collage. Wobei ich glaube, dass ihr größter Wunsch der Wunsch nach Kindern und einer glücklichen Familie ist. Träume
Ankunft in Wolgograd
26.07.2023 Ankunft in Wolgograd Obwohl bis zu den offiziellen Feierlichkeiten noch eine gute Woche Zeit war, drängte es mich nach Wolgograd. 1982 mit einem Freundschaftszug und meinem Singeclub war ich schon einmal hier, kannte auch die wichtigsten Gedenkstätten, wollte aber endlich anfangen intensiv mit den Menschen über Völkerfreundschaft und Frieden zu sprechen. Das mein Russisch äußerst dürftig ist, sollte ja nicht so bleiben. Auf der Satellitenkarte suchte ich einen Stellplatz für 2 Lkw an der Wolga. Die Straße, die uns genau dorthin bringen sollte, hatte kurz vor dem Ziel quer einen tiefen Graben und lies sich nirgendwo umfahren. Bei 35 Grad suchten wir uns erst einmal einen Schattenplatz zwischen 2 Betrieben. Neugierige Arbeiter, die unsere Autos bewunderten, sprachen uns an, ich erzählte vom Zweck unserer Reise und fragte sie gleich, wie man wohl zu unserem ausgesuchten Stellplatz kommen könnte. Die Arbeiter waren sich aber einig, dass der ausgesuchte Stellplatz nicht schön wäre. Sie guckten auf die Uhr und fragten, ob wir eine Stunde Zeit hätten, dann wäre ihr Feierabend und dann könnten sie uns zu einem guten Stellplatz bringen. Wir hatten die Zeit und wirklich nach einer Stunde kam ein anderer Arbeiter, bat uns hinterher zu fahren. Wir fuhren gefühlt eine halbe Stunde und er zeigte uns den herrlichen Platz, der in Wolgograd mein Stammplatz wurde.Und es klappte praktisch sofort, die Menschen hier sprechen mich an. Ich kann mich verständlich machen, dass ich auch für die Völkerfreundschaft und insbesondere die Freundschaft zwischen Deutschland und Russland unterwegs bin. 1 35 Grad im Schatten 2 absolutes Badewetter 3 4 5 6 Uli, das erste Mal an der Wolga 7 8 9 herzliche Begegnung
Michailowka
25.07.2023 Michailowka Unterwegs müssen wir noch einmal Rubel kaufen, das wissen wir schon, da muß man eine Sberbank finden. Hier in Michailowka war eine und ich habe eine kleine Runde auf dem Bahnhofsvorplatz gedreht … und weil es für Russland so typisch aussieht, konnte ich nicht widerstehen auch ein paar Fotos zu machen. so kann ein Bahnhof aussehen Spielplatz am Bahnhof Denkmal der Ölarbeiter spricht für sich
Basteln am Fluss
23.-25. Juli 2023 Wer schon einmal ein Wohnmobil oder ein Expeditionsmobil selbst ausgebaut hat, weis, das wird nie fertig. Immer neue Ideen aber auch vor sich hergeschobene Arbeiten. So nutzte ich den 3-tägigen Aufenthalt an einem schönen Fluss, die verschiedensten Arbeiten am Auto nachzuholen. Dazu gehörte meine „Bühne“, die Ladebordwand hinten an meinem Auto, zu Ende zu gestalten, denn ich wollte unterwegs auch, ähnlich wie ein Straßenmusiker, kleine Konzerte mit Gitarre und Drehorgel geben. Die Drehorgel hatte ich von zu haus schon kaputt mitgenommen, sie mußte also auch noch repariert werden. Überhaupt, wie sich herausstellte, war sie eigentlich nicht für Überlandfahrten mit dem Lkw gebaut, sie wird dadurch ziemlich strapaziert. Hier sind aber die Bühne und auch die Drehorgel fertig geworden. fertig gestaltet und gleich mal ausprobiert
Auf der Suche
Auf der Suche nach Trinkwasser, die Tanks mussten mal wieder nachgefüllt werden, wurden wir an ein nahegelegenes Cafe verwiesen, landeten dann aber an einem kleinen Werkzeugladen. Aleksej, der Besitzer, kam heraus und nachdem er erfahren hatte, was wir brauchen, stand uns sein Wasserhahn zur Verfügung und er bot uns auch gleich noch seine Dusche an, das war dann sehr entspannend. Zu unserer Überraschung trafen wir dann auch tatsächlich auf ein Mauthäuschen. kleiner Werkzeugladen Sergej + Dieter kleine Maut Am nächsten Morgen, auf der Wiese an unserem Schlafplatz habe ich mal meine Pflanzenbestimmuns-App auspobiert, die funktionierte gut. Die Pflanzennamen habe ich wieder vergessen, die dazu nötigen Fotos aber blieben … Blut-Weiderich Manns-Treu Steppensalbei Lattich Edel Schafgarbe Strauchpappel oder Malve gemeine Kratzdistel blaue Kugeldistel Sibirische Ulme Uli machte etwas ähnliches , konzentrierte sich aber auf Krabbeltiere, die habe ich allerdings nicht bestimmt. 1 2 3 4 5 6
Aleksiskowski
17.-20.07.2 Es ist noch Zeit bis wir in Wolgograd erwartet werden, also biegen wir ab, auf der Karte ein Dorf mit einem See. Am Ende einer Sackgasse im Dorf steige ich ratlos aus, am Hof stehende Dorfbewohner begrüssen uns, verstehen, dass wir einen Schlafplatz mit den LKW’s suchen und laden uns sofort auf ihr Grundstück am See ein – wunderbar – so schön, dass wir am nächsten Tag fragen, ob wir noch bleiben dürfen – so lange wir wollen und es wird uns auch gleich das Wäschewaschen in ihrer Waschmaschine angeboten. Also kleine Reparaturen, das Dorf und die Leute ergründen, einkaufen im Dorfkonsum …Auf die Weise sammeln sich viele Fotos an, wer soll die denn alle angucken … ich lasse soviel wie möglich weg … im Dorf im Dorf im Dorf im Dorf im Dorf im Dorf im Dorf der Dorfkonsum allerliebst es wimmelt überall es wimmelt überall es wimmelt überall schon mal erstaunlich schon mal erstaunlich schon mal erstaunlich schon mal erstaunlich zum Gedenken
Lipetzk am See
12.-13. Juli 2023Wir fahren durch die ziemlich große Stadt Lipetzk und entdecken, dass nicht weit davon ein Stausee auf der Karte zu finden ist. Das Wochenende steht bevor, wir haben Zeit, ein Strand ist eingezeichnet und das Wetter lädt uns zusätzlich ein …Die Fotos sprechen für sich. 1 2 3 4 5 6 7 8 9
auf der Nord-Süd-Magistrale
12.-15. Juli 2023 Eigentlich bin ich ja, wenn auch nicht zwingend, auf der „neuen Seidenstraße“ unterwegs. Durch die Sanktionen gegen Russland und China ist diese aber auch Veränderungen unterworfen. Die Seidenstraße als Handelsweg nach Europa wird insbesondere durch westliche Beschränkungen immer stärker behindert. Der Ausweg für Russland und China: Den Handel mit Asien und Afrika zu erweitern. Dazu entsteht in Russland der neue Nord-Süd-Verkehrkorridor (NSTC), den man auch als Erweiterung der neuen Seidenstraße ansehen kann. Von Murmansk über St. Petersburg, Wladiwostock und Astrachan wird der Handel auf Schiene und Straße in Richtung Süden verstärkt …Aserbeidhan, Iran, bis nach Indien und Afrika. Aus der Fernstraße wird nach und nach eine Autobahn, auf der wir reisen, ab und zu sehen wir die Schienenstränge. Das passiert in Russland live, Straße sperren, Stau ansammeln, die Busbesatzung steigt aus und tanzt, dann Stau durchlassen. Zwischenstopp unterwegs, mein Roeter war kaputt gegangen – neuen Kaufen … Smolensk 1 Smolensk 2 Smolensk 3 Smolensk 4 Smolensk 5 immer gerade aus mal so und mal so die neue Autobahn Magistrale mitten im Bau mitten im Stau die Leute tanzen irgendwo ringsum die Geschäfte
Die ersten Begegnungen
An einem Dorfrand, am Übernachtungsplatz taucht dann die Polizei auf – Kontrolle, nicht unfreundlich aber bestimmt … unsere Pässe waren in Ordnung … und Tschüß.Als erste wichtige Handlung für uns: Rubel kaufen! Durch die widersprüchlichsten Informationen hatten wir nur Bargeld in Dollar mit, die Sber-Bank handelt auch Valuta und dadurch konnten wir überhaupt erst mal etwas kaufen, denn alle unsere Geldkarten funktionieren durch die Sanktionen denen Russland ausgesetzt ist (SWIFT gesperrt) hier sowieso nicht.Wir brauchten russische Telefonkarten mit unbegrenztem Internet, die Firma „MTS“ bot sie uns für umgerechnet 8 Euro pro Monat an, samt russischer Telefonnummer. Die wenigen Telefonate, die ich unmittelbar mit meiner deutschen Telefonkarte nach der Grenze führte kosteten dann auch ca. 100 €.Ab jetzt gibt es meine deutsche 0171 7179412 nicht mehr (ausgebaut), alles läuft über Telegram (+491717179412), Signal (+491717179412) oder email … Übernachtungsplatz mit Polizeikontrolle hier gibt es russische SIM-Karten Dorf oder Kleinstadt? typische Ladenkette kleiner Baumarkt Schnippel die Schnappel, die Scher das musste natürlich auch fotografiert werden