https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_8585.mov Natschas Tochter Natascha holt uns mit dem Auto ab, ich hatte nur verstanden, wir wollten irgend etwas montieren … Es stellte sich heraus, dass Weihnachts-Basteln angesagt war. Jetzt erkannte ich auch den Raum wieder, auch Irina, sie leitete alle an, hatte Verschiedene Tannen- und Fichtenzweige mitgebracht, Schleifen, Kugeln und Dekorationsmaterial. Alle hatten auch etwas zu naschen mitgebracht, dann wurde dekoriert und viel geschnattert. Ich machte für alle ein paar Fotos und am Ende zeigten alle stolz ihr Ergebnis
Vier in Eins
Es ist der 1. Weihnachtsfeiertag. Wir waren eingeladen ins russisch-deutsche Kulturhaus. Auf grund des frichen Schnees, mehrerer Verkehrsunfälle unterwegs kamen wir trotzdem wir eine Taxe benutzten nach einer 90-minütigen Fahrt fast eine halbe Stunde zu spät. Das Konzertprogramm hatte natürlich längst schon angefangen, wir kamen gerade noch im rechten Moment, als „unser“ Chor mit seinem Programmbeitrag begann. Sie haben ihren Programmteil gut gemacht, auch die nachfolgenden Beiträge waren gewohnter Weise ziemlich niveauvoll und gut gemacht (wie immer alles Amateure). Nach dem Programm trafen wir uns in einem der Kulturhaus-Probenräume mit unserem Chor. Natascha hatte für alle etwas zum Naschen mitgebracht, wie die anderen auch. Alle waren ziemlich fröhlich und aufgekratzt. Wir erzählten von unserer Absicht einen Geburtstagsbesuch bei Alla zu machen, die ja nach der Operation Hüftknochen noch im Bett lag. Sie erzählten von ihrem Vorhaben, sie morgen auch zu besuchen. Dann machten wir uns auf den Weg zum Hauptbahnhof, denn Alla wohnt ganz in der Nähe. Alla auch Chormitglied und von Anfang an mit uns befreundet, hat sich natürlich wirklich sehr gefreut und uns Geschenke gezeigt, die sie heute schon von anderen bekommen hatte. Jetzt war es draußen schon dunkel! (Sonnenaufgang:9:54, Sonnenuntergang 17:06 Uhr). Wir waren vor kurzem dem Mal- und Zeichenclub beigetreten, weil Natascha so gern und schön malt. Sie wollten heute Abend eine Jahresendfeier machen und hatten uns eingeladen. Also los zur U-Bahn, es war noch ziemlich weit. wir kamen aber rechtzeitig an. Dort hatten sie sich ein kleines Programm ausgedacht, mit allerlei Rätseln. Das war bei meinen Sprachkenntnissen allerdings schwer da richtig mit zu machen. Zum Schluss machten alle noch etwas künstlerisches und ich wurde für meinen Beitrag gelobt … Der Nachhauseweg war weit und trotz Bus und U-Bahn und Marschrutka ziemlich beschwerlich – es war einfach zu viel gewesen.
Im Theater
Pech gehabt, das Vorhaben am 14.12.25 zum Konzert des Jugedsinfonieorchesters zu gehen haben wir vermasselt. Erst am 14.12. haben wir telefonisch Karten bestellen wollen und merkten dabei, dass es ja schon mitten im Gange war, denn es begann nicht abends, wie wir dachten, sondern schon 12 Uhr. Wir guckten, was es denn am Abend gab – ein Klavierkonzert – das ist ja auch nicht schlecht, telefonisch oder im Internet Karten zu bestellen gelang uns nicht, wir beschlossen auf gut Glück hinzufahren (mit dem Bus 1,5 Stunden bis Akademgorod!).Dort eine neue Überraschung das Klavierkonzert war ganz wo anders, hier gab es ein Lustspiel – etwa: „Ich kann nicht heiraten, ich kann mich nicht trennen“ -. richtiger sibirischer Winter -12C ein Buchhäuschen zu Aussuchen gebrauchter Bücher ein schönes Café, wir hatten noch Zeit Sonnenuntergang über dem Stausee vom Ob überall schon länger Neujahrstannen im Foyer Gemessen an der Anzahl der Lacher ist es beim Publikum, inclusive Natascha, gut angekommen.Nun habe ich aber nach wie vor das Problem, das mein Wortschatz in Russisch recht begrenzt ist. Die akrobatischen Wortwendungen und Doppeldeutigkeiten, die ein Lustspiel so mit sich bringt – da kann ich nicht mithalten, nur die Handlung einigermaßen verfolgen.
Im staatlichen Gesundheitssystem
Das Gesundheitssystem ist in Russland etwas anders aufgebaut als in Deutschland.Die ärztliche Notbehandlung (samt Transport) ist grundsätzlich für alle Menschen, auch alle Ausländer kostenlos und darf nicht verweigert, verschoben oder ähnliches werden.Das was in Deutschland dem System der allgemeinen Krankenkassen als Krankenversicherung entspricht ist in Russland des staatliche Gesundheitssystem (Arzt, Poliklinik, Untersuchungen, Krankenhaus). In diesem Gesundheitssystem sind alle Bürger aber auch Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung integriert und dieses System ist grundsätzlich kostenlos. Für gehobene Ansprüche (Einzelbettzimmer, Chefarztbehandlung, Behandlung in ausländischer Sprache) kann man eine Zusatzversicherung abschließen, die man bezahlen muss. Krankenhaus und Polyklinik Der „Gesundheitsschalter“ Natascha hilft am Schalter Da ich eine zeitweilige Aufenthaltsbewilligung für 3 Jahre habe, bin ich in dieses System aufgenommen und brauche keine Auslandskrankenversicherung aus Deutschland.5 Minuten von unserer kleinen Wohnung hier in Nowosibirsk / Krasnoobsk ist ein Krnkenhaus kombiniert mit einer Polyklinik wie ich es noch aus DDR-Zeiten kenne. Ich habe mich dort für dieses Gesundheitssystem registrieren lassen und ein entsprechendes Dokument zur Legitimierung bekommen.
In der Philharmonie
Ein Plakat hatte uns neugierig gemacht, in der Philharmonie Nowosibirsk war ich noch nicht gewesen. Nowosibirsker Akademisches Sinfonieorchester mit Werken von Sibelius und Prokowjew.Der Eintrittspreis von umgerechnet 12 € war moderat, die Karten in einem Einkaufstempel schnell gekauft. Parallel dazu, weil wir ja mindestens bis 12 Januar 2026 in der Stadt sind, haben wir auch noch die Karten für 2 Theaterabende Anfang Januar gekauft.Dadurch dass der Linienbus 1,5 Stunden bis zur Philharmonie brauchte , kamen wir auch gleich erst mal 20 Minuten zu spät – sehr ärgerlich – zum Glück haben die Hausangestellten nichts schlechtes daran gefunden und leiteten und auf die Reihe 1, an die Seite, damit wir nicht stören. Was sahen wir? Einen sehr emotional dirigierenden Dirigenten, dessen Name mir natürlich nichts sagte – Dimitri Botinik. Nach der Reaktion des Publikums muss er hier sehr beliebt sein.Ein Orchester in Riesen-Besetzung, ein so großes hatte ich noch nicht erlebt (Beispiel 7 Kontrabässe). Nach der Pause war der Hörgenuss deutlich besser, unsere richtigen Plätze waren Reihe 8 in der Mitte, das Klangbild war ausgewogener.Zum Schluss gab es einen wohlverdienten langen Applaus mit standing Ovation. Schließlich entdeckten wir auch noch ein Plakat für ein symphonisches Jugendorchester in 2 Tagen mit einem sehr schönen Foto des Jugendorchesters. Wir fühlten spontan Lust zu probieren, ob da noch Karten zu haben waren.
Geburtstag in Familie
unser Geschenk Lichter ausblasen Torte mit Aufschrift Timur, der Sohn von Nataschas Schwester hat seinen 14. Geburtstag. Das ist schon so erwachsen, dass er einen Ausweis beantragen kann. Wir sind eingeladen in die Gaststätte um die Ecke und haben unsere Geschenke eingepackt. Die Geburtstagstorte Olivia schmeckt es die Hälfte ist schon weg die große Schwester Karina Die Geburtstagsgesellschaft
Nowosibirsk im Winter
Straßenszene Bahnhof der Trassib am Bahnhof Sonne über dem Stausee des Ob einigermassen frostsicher Lucie beim Träumen Neujahrstanne Zugang zur Metro neben der Metro Bahnhofs-Café Bahnhofs-Café Bahnhofs-Café
Tina und Rudy
Über Telegram und 3 Ecken hatten wir Rudy kennengelernt. Er war mit seiner Frau Alewtina auf ziemlich abenteuerliche Weise in den letzten 10 Jahren über Deutschland, Georgien (Hochzeit) und Kaliningrad in Nowosibirsk gelandet. Dabei half ihnen ein Ford-Transit Hochdach, also etwas für mich sehr bekanntes, was noch zu hause auf mich wartet. Lkw Rudy Rudys Transit Rudys Transit im Winterschlaf Beide etwa in unserem Alter und mit ähnlichen Ambitionen, hatten wir schließlich ein schönes Gespräch beim Bier. Dann stellte sich auch noch heraus, dass er Gitarre spielt, und ein bisschen Equipment nach Russland mitgebracht hatte (etliche seiner Gitarren und ein bisschen Technik).Na, was fällt uns da ein? wir sitzen vor der Bühne Natascha bestand auf ein Gruppenfoto beim Bier
Advent in Russland
Kaum wieder in Nowosibirsk eine Einladung ins Kulturhaus der Russland-Deutschen „Russisch-Deutsches Haus“.Da wir im vergangenen Jahr auch schon dabei waren, freuten wir uns auf ein Wiedersehen mit unseren Bekannten. Die Weihnachtstanne Jolka Anna führte durch das Programm Die neue Gemälde-Ausstelluung wurde heute eröffnet Diesmal war das Erdgeschoss mit Saal im Kulturhaus in einen großen Weihnachtsjahrmarkt verwandelt. Fast alles selbstgebastelte, produzierte Weihnachtsassesoires und solches zum Selberbasteln (ein kleiner Ausschnitt – siehe Fotos). Eine Gemäldeausstellung im Obergeschoss wurde eröffnet. Auch Brezeln, Rosinen- und Mohnstollen waren im Angebot Spinnen in Nowosibirsk selbstgebautes, fast wie im Erzgebirge Weihnachtsschmuck Weihnachtsbasteln mit den Kindern Weihnachtsgeschenke Ab 13 Uhr zeigte das Kulturhaus sein selbst gestaltetes Weihnachtsprogramm, fast alle künstlerischen Beiträge waren aus dem Kulturhaus – 3 Tanzgruppen, 1 Akkordeon-Orchester, viele Solisten allen Alters, Rezitationen, ein Gesangsduo, eine A-Capella Gruppe usw. Tanz um das Adventlicht Mein Lieblingsgemälde klassischer Gesang vor der Bühne er hat sein Weihnachtsgeschenk fertig Natascha versteckt sich vor einer Weihnachtstanne Zusätzlich hatten wir noch zwei neue Bekannt eingeladen: Rudy aus Deutschland (Bonn) und Tina aus Nowosibirsk, ein Ehepaar, dass auch erst vor Kurzem hier ansässig geworden war.
Wieder in Sibirien und eine schlechte Nachricht
Alles planmäßig, die Nacht im Flughafen Peking gut überstanden (warm, gute Sitzgelegenheiten usw.) sind wir am Vormittag in Nowosibirsk gelandet und von Nataschas Tochter mit dem Auto abgeholt worden. In ihrer Wohnung im 20. Stockwerk haben wir uns dann erst einmal ausgeschlafen.Nun die nächste Reiseetappe, Nataschas Schwester hat uns unweit ihrer Wohnung ein Zimmer angemietet und danach sind wir erst einmal eingezogen samt all den Sachen, die wir für den Winter in Ihrer Wohnung deponiert hatten.Typisch russische Wohnverhältnisse der 70-er, 80-er Jahre – 6. Etage (mit Fahrstuhl) Ein Zimmer von 12 Quadratmetern, Toilette, Küche und Bad gemeinsam … Blick aus der 20. Etage unser neues Zimmer ein Blick aus unserem neuen Fenster Unmittelbar nach einer Einladung am Konzert des Russisch-Deutschen Chores teilzunehmen erreicht uns die Nachricht:Alla unsere 78-jährige Freundin aus dem Chor ist zu hause gestürzt und hat sich einen Schenkelhalsbruch zugezogen. Sie liegt nun im Krankenhaus. Wir beschließen spontan sie zu besuchen und zu trösten. Wir kaufen noch Obst, Süßigkeiten und Getränke und machen uns am Vormittag auf den Weg.Das Krankenhaus liegt so ziemlich am anderen Ende der Großstadt, das dauert so seine Zeit mit 2 x Umsteigen (u.a. mit der Metro).Ohne groß auf ihre Umstände rings herum einzugehen (Durch ihren zu hohen Blutdruck erweist sich die Behandlung als kompliziert), spüren wir, dass sie sich über unseren Besuch sehr freut. Sie will ganz viel über unseren Besuch in China wissen und lässt sich wieder und wieder Fotos zeigen und fragt nach Details.Als wir uns ins schon dunkle Nowosibirsk verabschieden drücken wir ihr den Daumen, dass sie möglichst schnell operiert werden kann … wir an ihrem Krankenbett unsere Unglücksmaus Alla Abschied