Ein zweiter Standplatz

Mein Standplatz im oberen Eschera im Gelände der Stiftung war im Anstieg des Kaukasus unweit der Europastraße zwischen Adler und Suchum. Dort war ich gut untergebracht, hatte Wasser und Strom gleich nebenan und es war landschaftlich sehr schön.

Allerdings war es ringsherum menschenleer, hier verirrte sich kein Mensch hin, zumal es ja auch mitten in einem privaten Grundstück war. In Bezug auf meine Absicht unter den Menschen auf meiner Reise für die Völkerfreundschaft zu werben, war das keine Option. Ich beschloss also nach Suchum ans Merr zu fahren in der Hoffnung, dort auf viele Menschen zu treffen.
Die direkte Strandpromenade war von den Straßen noch durch einen breiten waldigen Grünstreifen getrennt und ich beschloss mich am Ende einer solchen Zufahrtsstraße hinter das Café „blauer Vogel“ zu stellen. Mäßig viele Menschen liefen hier entlang zur Strandpromenade, entdeckten mich und das Auto und so kam ich schon öfter ins Gespräch.

Allerdings viel mehr Spaziergänger liefen entlang der Strandpromenade und so sucht ich dort weiter nach einem noch günstigeren Platz. Nach ein paar Tagen beschloss ich an den Rizza-See zu fahren, der mir oft als Ausflugsziel genannt wurde.

Genau in dem Moment kamen zwei Herren im Pkw, die mich aufforderten mit ihnen mitzufahren, sie wollten meine Personendaten und den Zweck meines Aufenthaltes ermitteln. Etwas irritiert stieg ich in den Pkw und sie fuhren mich in ein staatliches Gebäude hinter einer Schranke und Absperrungen. Im Büro waren sie freundlich zu mir, boten mir Kaffee, Essen und Zigaretten an und befragten mich. Zum Schluss, nach einer Stunde, unterschrieb ich das Vernehmungsprotokoll und sie fuhren mich zurück zu meinem Sandplatz. Na ja …

Leave a Reply

Ваш адрес email не будет опубликован. Обязательные поля помечены *

Оттиск

Фонд Illingmühle Reichenau

Gimmlitztal 103 01762 Hartmannsdorf-Reichenau stiftung (ät) illingmuehle.de

Button 1
Button 2
ru_RU