Verwandte von Kelly hatten uns für den Abend zum Essen eingeladen. Aus dem Grund trafen wir uns in der Wohnung von Kelly und Eckhard zum Kaffeetrinken in der 7. Etage des 28-stöckigen Hauses. Für uns war das auch ein Test uns in der großen Stadt selbständig zu einem Ziel zu bewegen. Wir hatte uns zwar ein wenig verlaufen, kamen aber von der anderen als gelanten Seite richtig an. Für so ein riesiges Hochhaus eine unerwartet schöne, selbst eingerichtete Wohnung in 2 Etagen, die Wohnung hatte eine Treppe nach oben, der 2. Teil der Wohnung sogar mit einer Terasse. Und für mich noch eine Besonderheit: Eckard hatte den Kaffee in einer wie bei uns üblichen Filter-Kaffeemaschine gemacht, was in China nun wirklich nicht üblich ist. Abends fuhr uns Didi im Dunkeln irgendwo hin, wie sich herausstellte eine Gaststätte in der wir schon von unseren Gastgebern erwartet wurden. Eine feierliche Begrüßung unserer Gastgeber und ihrer Freunde. Anwesend war auch Gert und wir lernten so seine Frau kennen.Ein äußerst komfortables Essen wurde auf chinesische Art in Überfülle aller nur denkbaren Speisen auf den drehbaren Tischaufsatz gebracht um sie von uns dann in die vielen unserer Schüsseln und Schüsselchen zu bringen und daraus dann zu essen.
Das Wohnhaus der Familie von Eckard und Kelly in Wutong
Auf der Rückfahrt von Yangshou werden wir von Kellys Bruder Bobo an das Haus ihrer Familie in Wutong gefahren, eine für chinesische Verhältnisse kleine Stadt. Im Gewimmel kleiner Straßen und Gassen zeigen sie uns ein 4-stöckiges steinernes Haus, dass die Familie vor einigen Jahren gebaut hat und bauen lies von einer kleinen Baubrigade. 4 Etagen, jeweils eine für jedes Kind der Famile und oben eine schöne große überdachte Terassse mit Blick über die Stadt und zum Wäschetrocknen. Die Gasse hinten das Wohnhaus Im Vorhof Leichte Risse in einigen Wänden und Putzabplatzungen deuten auf Baufehler und aufsteigendes Wasser hin. Sonst aber sind die Etagen schön ausgestattet. Was für uns bemerkenswert ist – auch mit europäischen Kloschüsseln, denn wir sind die asiatischen Toiletten mit den 2 Fußplätzen nicht gewöhnt und stellen uns ungeschickt an. Im Erdgeschoss Kunstinstalltion in der Hofecke
Die Reisterassen von Longsheng
Um uns zu einem besonderen Highlight auf der chinesischen Touristischen „Ameisenstraße“ zu fahren, fuhr uns Didi und Eckard zu den als UNESSCO-Weltkulturerbe geschützten Reisterassen.Dort lebt dann aber auch die gesamte einheimische Bevölkerung vom Tourismus, wie uns erzählt wurde. Bus an Bus Ameisenstraße Andenkenläden Alles in Echt, alles historisch bepflanzt, nur hin und wieder die Einheimischen in traditioneller Festtagskleidung, besonders natürlich die Frauen und Mädchen. Der Touristenrummel glich dann auch wirklich einer „Ameisenstraße“
Die wahnsinnigen Berge und die Tropfsteinhöhle
Schon auf der Fahrt nach Gualin war die krasse eigentümliche Berglandschaft aufgefallen: Sehr hohe, bizarr geformte Berggipfel nebeneinander. Diese Berge sollen im Wesentlichen alle aus Kalkstein sein. Nicht verwunderlich, am nächsten Tag werden wir in eine der kleineren Tropfsteinhöhlen eingeladen . Farbige Beleuchtung ist eins der großen Vorlieben der Chinesen. Und so auch in der Trofsteinhöhle, alle leuchtete in den Farben dieser Welt. Begrüßung der Gäste in der Höhle Am Abend gehen wir in eine „Fressmeile“, so vom einladenden Eckart bezeichnet und wählen Fisch und Fleisch von einem der Stände aus, die das auch gleich vor unseren Augen garen. Ein Franzose in Gualin So geht es auch: Man wählt sich seine Speisen roh aus und gart sie dann auf der Kochplatte des Tisches selbst Auffällig: In den vielen Garküchen wird grundsätzlich mit Plastichandschuhen und Gesichtsmaske gearbeitet. Das Tischgeschirr wird in verschweister Plastic auf den Tisch gebracht und eine Kanne heißes Wasser und eine „Abwaschschüssel“ dazu, denn das steril verpackte Tischgeschirr muss man sich am Tisch erst einmal reinigen.Auch auf den Straßen sieht mein relativ viele Frauen mit Gesichtsmaske, das würde aber möglicherweise daran liegen, das das schöne Gesicht der Frauen weiß bleiben soll und nicht von Sonnenbräune verschmutzt.
Wir spazieren durch die Insel auf dem Lijang
Im Park waren auch etliche Skulpturen zu bewundern: Am nächsten Tag nahmen uns Eckard und Kelly mit zu unserer „Reisegruppe“. Durch verschiedene Absagen war letztlich nur noch eine andere Familie übrig geblieben:Auf dem Weg zu ihrem Hotel habe ich ein paar Fotos von der Oktoberfauna des Parks gemacht. Wir trafen im Park: Hochzeitspaare, die dort Fotos machten und auf dem Rasen eine Schulklasse, die dort Unterricht machten und uns zuwinkten Eingang zum Park Haus am Fluss Die Schulklasse Die pensionierte Apothekerin Christin, ihr Mann Pierre und die beiden Kinder Emma und Arthur.Im schönen Park an ihrem Hotel flitzten sogar Makaki, die kleinen Affen, herum.Die Frauen wurden im Hotel auch gleich mit der chinesischen Mode vertraut gemacht. u.a. Pierre (rechts) Die chinesischen Kleider Kelly mit Christin und Emma quer durch den Park nach Ankunft im Hotel Gert und Eckhard Auf dem weiteren Programm – gemeinsames Essen und SIM-Karten kaufen, damit wir Internet haben, Wir schlendern durch die Stadt. Granatapfelsaft wird gepresst natursüsser Bambussaft aus der Presse chinesische Dekoration
Das Abenteuer China beginnt
Eckard ein Bekannter aus Deutschland ist seit 10 Jahren mit einer chinesischen Frau verheiratet. Er organisiert eine kleine Gruppe deutscher China-Interessenten und lädt uns dazu ein. Das kommt uns sehr entgegen, da wir im Herbst und Winter sowieso nicht mit dem Auto fahren und so genügend Zeit für einen China-Besuch haben. Schon in Chabarowsk bestellen wir für Natascha ein 3-monatiges Visum China, ich selbst kann für 30 Tage Visumfrei einreisen.Da wir 2026 die alte Seidenstraße befahren wollen, soll das ein erstes Kennenlernen mit dem großen fremden Land sein um nach Möglichkeit die Vorbereitung der Formalitäten unserer Autofahrt durch China vorzubereiten.Die Flugkarten waren schon lange gekauft und wir fieberten ein wenig dieser Reise entgegen, zumal die Temperaturen in Nowosibirsk nachts bis auf -7 Grad absanken. Kurz vor Mitternacht hob das Flugzeug ab, dass uns nach Penking brachte.Auf Grund meiner Knie-Artrose hatte ich schon schmerzhafte Erfahrungen mit den langen Wegen auf internationalen Flughäfen gemacht. So organisierte Natascha eine Mobilitätshilfe (einen Rollstuhl mit Fahrer), was sich auf dem riesigen Flughafen Peking besonders auszahlte, da für den Inlandsflug nach Guanjou auch noch Formulare auszufüllen waren, die wir in chinesischer Sprache auch nicht lesen konnten, er übernahm das für uns beide noch einmal vielen Dank! Nach der Landung in Guanjou das nächste Problem: Wir hatten nirgendwo entdeckt, wo wir chinesische Simkarten kaufen konnten. Unser Freund Eckart und seine Frau Kelly holten uns vom Flughafen ab, aber auf dem großen Flughafen mussten wir uns ja auch irgendwo treffen? Da ich Eckards chinesische Telefonnummer hatte, gab ich sie unserem Rollstuhlfahrer, der dann mit seinem Telefon das Treffen organisierte, – nochmals vielen Dank! noch in Russland Anflug Peking schon über China Die Wiedersehensfreude war groß. Sie luden unser bescheidenes Gepäck in ihr Auto (ein Firmenwagen von Kellys Firma – ein PORSCHE!) und los ging die 700 km-lange Fahrt nach Gualin, einem ihrer Wohnorte.Unterwegs dann eine erste Begegnung mit chinesischer Gastronomie und dem chinesischen Essen … In Gualin angekommen organisierten uns die beiden ein kleines Apartment für 150 Yen pro Tag, ein gemeinsames Abendessen und wir fielen in einen langen Schlaf … im Porsche mit Eckhard und Kelly Autobahnraststätte noch vom Drachenfest – ein Drachenboot
Lucie geht in den Winterschlaf
Bevor wir unsere Reise nach China im Flugzeug antreten sind noch einige Tage Zeit. Viele „kleine Dinge“ sind noch zu erledigen. Bei der Klärung des Grabmals für Nataschas Verwandte fahren wir zum Steinmetzbetrieb, der den Auftrag übernommen hatte. Infolge des Trüben Wetters hatten wir das Problem, dass unsere Solaranlage den Strom nicht ausreichend erzeugen konnte. Wir fragten den Steinmetz, ob er uns gegen Geld helfen könnte. Er sagte sofort zu, wollte auch kein Geld und schloss unsere Kabeltrommel an eine seiner Steckdosen an. Das war ganz lieb, bei den aktuellen Strompreisen in Russland (ca 0,06 €/kWh). Er bot uns auch noch an, das Auto über den Winter auf dem Grundstück seiner Datscha nebenan kostenlos abzustellen, aber Natascha hatte schon organisiert, dass wir unser Auto auf dem Privatgrundstück von Wladimir, einen über 3 Ecken Bekannten ihrer Freundin Anne, stellen durften. Gesagt getan, Wolodja empfing uns sehr freundlich, nach dem Abstellen unserer Lucie saßen wir noch etliche Stunden beieinander bis wir uns von ihm und Lucie verabschiedeten. Die letzte Nacht vor dem Abflug schliefen wir noch einmal bei Nataschas Schwester Oksana. schlaf gut und träum was Schones bei einem späteren Besuch
Konzert in der Bibliothek
Alla aus dem Russisch-Deutschen Chor aus dem Kulturhaus fragt uns an:Demnächst hat der Chor einen Auftritt mit seinem neuen Programm etwas außerhalb von Nowosibirsk, ob wir Lust haben dabei zu sein und vielleicht auch einen kleinen Beitrag zum Konzert zu leisten. Gern sagen wir zu.Wir steigen in den angegebenen Bus und fahren, fahren, fahren. Ganz schön weit!Seit zwei Tagen liegt überall Schnee und die Temperaturen sind schon richtig winterlich. Wir werden von der Bibliotheksleitung begrüßt und während ich meine Gitarre stimme macht der Chor noch mal eine Probe. Dann kommt nach und nach das Publikum. https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/10/Bibo-Chor-singt-deutsch.mp4#t=15https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/12/VID_20251009_215434_873.mp4#t=3https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/10/Chor-russisch.mp4
Nowosibirsk Reparaturen und Grabpflege 2
Wir haben wirklich großes Glück. Am 27.September kommen wir in Nowosibirsk an und was sagt das Wetter? Unglaubliche 25 – 27 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Und es gibt einiges zu reparieren am Lkw, bei solchem Wetter macht das einfach viel mehr Spaß. Im Vorort, abseits einer Tankstelle finden wir einen schönen Platz, wo wir niemanden stören und ich in Ruhe reparieren kann. Unter anderem ist eine Dieselheizung ausgefallen und da wir bis zu unserem Abflug nach China noch im Auto wohnen wollen, brauchen wir die dringend. Es gelingt, 2 Tage Reparatur bei schönstem Wetter, aber wir hatten es längst schon entdeckt, danach kommt ein Temperatursturz um mindestens 17 Grad …Da fahren wir zu unserer Familie, Oksana, Nataschas Schwester wartet schon und verwöhnt uns auch gleich kulinarisch. Am nächsten Tag gehen wir auf den Friedhof, das neue Grabmal für Nataschas Sohn und Ehemann und dem Neffen ist fertiggestellt und wir bringen noch die Umgebung in Ordnung.
Menschen, Bekannte, Freunde
Die Dekoration unseres Autos hilft uns sehr dabei neue Bekanntschaften zu machen. Immer wieder kommen Menschen neugierig auf uns zu und fragen nach woher und wohin. Das passiert quasi täglich, daraus entwickeln sich oft längere Gespräche. Wir verteilen dabei unsere Freundschaftsaufkleber und, solange der Vorrat reicht, unsere Flyer in russischer Sprache.Deswegen einfach hier mal eine kleine Auswahl der letzten Tage im Herbst. oplus_34