Sie sah aus, als wöllte sie in unsere Richtung und hat mir dann auch den richtigen Ausgang gezeigt und sie haben uns den Weg zum Park gewiesen Als wir das Künstlerdorf Dafen besuchten tauschte von unsere Begleitern der Vorschlag auf, es würde sich lohnen den „Park der Ethnien“ zu besuchen.Nicht weit von den „Windows of the world“ wussten wir schon, wie wir mit der U-Bahndort hinkommen konnten. Also, auf und dorthin!Dort angekommen Klärung des Problems – die U-Bahnhöfe sind so großflächig, das man genau wissen muss wo man ihn verlässt (A,B,C,D) – immer 4 Ausgänge. Landet man falsch, bedeutet das eine Viertelstunde Umweg.Grundsätzlich sind aber die Chinesen sehr darauf bedacht Ausländern zu helfen, zuweilen gehen sie mit dir zum richtigen Ausgang obwohl sie eigentlich ganz wo anders hin wollen. der Park der Ethnien welche Ethnie? das sieht eher indisch aus ringsum ringsum ringsum Der Park ist schier unüberblickbar, am Ende haben wir nicht ein Fünftel davon gesehen.Dafür lies sich Natascha von den vielfältigen Angeboten verführen chinesische Kleider und Assessores auszuprobieren, derweil ich unter einem mächtigen Baum im blinzelnden Sonnenlicht das Klima genoss und vor mich hin träumte. ein Ausstellungsjunge ein Ausstellungsmädchen sichtlich zufrieden die Chinesin Natascha Mit Schirmchen und goldigem Begleiter Nach gefühlten 2 Stunden kam sie mitsamt ihrer Ankleidedame stolz heraus und lies sich von allen Seiten bewundern. Die „Ankleidedame“ animierte uns schließlich dazu vor allerlei Kulissen für Fotos zu posieren. Zu diesem Zweck wurde auch ich in eine chinesische Kleidung gebeten … Beim Spazieren durch den Park gab es auch die Nachbildung historischer Mühlenmahltechnik zu sehen. https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/video_2026-02-09_15-58-57.mp4https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/ein-Mahl-Kollergang.mp4
Fahrräder, Mopeds, Autos
Der rege Straßenverkehr in Shenzen gipfelt natürlich besonders in den Stoßzeiten morgens und zu Feierabend unweigerlich in Staus, das ist ja weltweit nichts besonderes, auch in der U-Bahn kommt es zu der Zeit vor, dass keiner mehr rein passt und wir die nächste Bahn abwarten mussten.Was fällt in dem Zusammenhang sonst noch auf?Mopeds: durchgehend ElektromopedsAutos: Fifty-fifty Elekroautos – grünes Kennzeichen, Verbrenner – blaues KennzeichenBusse: 17.000 Stadtbusse ausschließlich E-Busse (BYD) die Straßen … durchaus kleinere haben 12 oder 14 Spuren:Beidseitig sieht man:– breite Fußwege, da passen Verkaufswagen, Verkaufsbuden und mobile Verkaufsflächen mit drauf.– ein Fahraadweg– ein Mopedweg– 3 oder 4 AutofahrspurenZwischen allen Spuren mindestens 1 Metallzaun oft noch ein Grünstreifen mit Bäumen.D.h. man kommt einfach nicht über die Straße (so verliefen wir uns einmal). Dazu kommen zuweilen Parkflächen für Mopeds in Viererreihen. Parkflächen für Pkw grundsätzlich unter der Erde (unter den Hochhäusern 2-etagig).Einkaufmeilen oft 2-etagig unter der Erde. Oberhalb der Straßen dann womöglich noch U-Bahn-Trassen in 8 Meter Höhe. Im Dunkeln ist das alles dann noch schillernd in allen Farben beleuchtet … mehrere Mietfahrräder in Gelb Mopedparkflächen oft mit Elektro-Ladeanschluss
Die Tee-Zeremonie
Natascha hatte schon viele Tage vorher Kelly signalisiert dass sie Interesse an einer „Teezeremonie“ hätte, was das auch immer ist.Überhaupt: Lustig und interessant ist, dass sich Kelly und Natascha für die Verhältnisse sehr gut verstehen, sie plappern munter darauf zu, Kelly in chinesisch, Natascha in russisch und am Ende haben sie sich wirklich verstanden ohne, wie ich den Google-Übersetzer o.ä.zu bemühen. die Sprecherin die Zeremonienmeisterin die rechte Hand Unser neuer Freund Wu Sjan schließt sich uns an. Auch ihm scheint die Zeremonie relativ neu zu sein … was die Blicke verraten, die wir ab und an austauschen.Nach der Begrüßung und dem allgemeinen Erstaunen über unsere Anwesenheit setzen sich 2 Damen ins Präsidium. Beide halten eine einführende Ansprache natürlich in chinesisch. Neben uns stehen schon kleine Teeschalen. Sie erklärt noch einmal viel die Damen demonstrieren die exakte Körperhaltung wir bei der ersten Übung Zwei weitere Frauen unter stetigen Verbeugungen gießen immer wieder Tee nach, den wir in einer vorgeschriebenen Körperhaltung schlürfen, der Tee ist heiß, ich komme deshalb kaum hinterher. sie erzählen ihren Eindruck Nach ca. 2 Stunden endet die Prozedur mit der Aufforderung an alle, zu berichten, wie sie sich während der Prozedur gefühlt haben. Etliche folgen der Aufforderung, auch Wu Sjan, eine Frau muss dabei weinen. Auch Natascha meldet sich spontan zu Wort und plappert in fließendem Rusisch, dass sie ja nichts in chinesisch erzählen kann, so singt sie eben für alle ein Lied in russisch. Sie wählt das Lied aus,was wir auch gemeinsam in Konzerten singen. Ich stimme mit ein.Schließlich fühle ich mich genötigt es ihr gleich zu tun, so singe ich ein deutsches Lied mit russischen Zeilen …Schließlich werden wir sehr herzlich verabschiedet. https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/Singsang1.mp4https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/Natascha-gesungen.mp4https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/Singsang2.mp4
Die Insel der Springbrunnen
Nach der Teezeremonie schlägt Wu Sjan vor zum großen Springbrunnen zu fahren, also mit der U-Bahn geht es weiter, als wir ankommen ist es schon fast dunkel.Mitten in der Stadt ist in einer großen Springbrunnenanlage ein imposantes Passagierschiff eingemauert. Wir erfahren, dass es vor 30 Jahren in Frankreich gekauft wurde, viele Jahre ein Hotel beinhaltete und nach dem Umbau vor wenigen Jahren ein großzügiges Innenleben für alle hat: Cafés, Läden, Aussichtsplattformen – alles in 4 Etagen, die wir durchschlenderten.Genau 21 Uhr begann die musikalische Lichtshow der unendlich vielen Springbrunnen, natürlich Computergesteuert. Das zahlreiche Publikum freute sich und applaudierte. Das Ganze wurde auch noch von einer angenehmen Musik umrahmt. Das imposante Schiff Der Kunstsee Wu kann gut deutsch Computegesteuerte Springbrunnen Computergesteuertes Licht China liebt farbiges Licht mit dem Zeremonienteam Wu Sjan zwischn englisch chinesisch und deutsch https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/Springbrunnen.mp4
Kunstmuseum Dafen
Saal für Saal Eigentlich suchte ich eine Toilette, da die Gegend sehr belebt ist kann man sich nicht wirklich hinter einen Baum stellen.Faktisch gegenüber dem „Künstlerdorf“ befindet sich das Kunstmuseum des „Dorfes“. Der Wunsch nach einer Toilette erlaubte mir Eintritt auch ohne Eintrittsgeld und erst dann bemerkte ich richtig, wo ich gelandet war.Ein winziger Überblick über die Exponate die mir gesondert ins Auge gefallen sind. Das allzu Modernistische habe ich mal weggelassen
Natascha wird schön gemacht
Im Künstlerdorf Dafen gibt es wirklich sehr viel zu sehen. Plötzlich war Natascha verschwunden, nach einer Weile suchten wir nach ihr und fanden sie in einem Laden mit traditioneller chinesische Kleidung. Die Ladenbesitzerin und Natascha hatten viel Spaß, denn Natascha hatte es geschafft durch ihr deutliches Interesse eine Anprobe zu bekommen. Sie war kaum wieder zu erkennen, behangen von Kopf bis Fuß. Rings herum gab es ja wirklich genug zu sehen und so wurde uns die Zeit nicht lang. Nach einer gefühlten Stunde kamen sie dann beide hübsch kostümiert auf die Straße. Natürlich bewunderten wir sie ausgiebig und sie ließen sich gern fotografieren.Das Auskleiden dauerte dann auch noch seine Zeit, aber der Spaß war es wert.
Porsche im Künstlerdorf
Für Automarken interessiere ich mich eher nicht, bin aber verwirrt, wie viel Typen ich nicht kenne, die hier herumfahren, 70% chinesische der Rest fette BMW, Mercedes, Porsche, Landrover aller Arten. Die Nummernschilder entweder blau = Verbrenner oder grün = Elektro, beides etwa fifty/fifty. Nun, Mitten auf der Gasse steht ein protziger Porsche, wir lästern, da holt ein relativ junger Chinese etwas von diesem Rücksitz. Marcus und Wu Sjan kommen mit ihm ins Gespräch von dem ich natürlich nichts verstehe. Es stellt sich heraus, die Familie stellt Bilderrahmen aus edlen Hölzern in allen Varianten bis zum Barock her. Die werden über Amazon in alle Welt verkauft. Schließlich lädt er uns ein, wir fahren mit dem Lift und kommen in einer größeren Werkstatt mit Büro an. Seine Mutter begrüßt uns, sie ist wohl die Geschäftsführerin, denn ihr gehört wohl auch der „Electronic-Porsche“ von über 100.000 €. So gut es geht beteilige ich mich am Gespräch, die Freunde übersetzen. Als sie hört, weshalb wir in Eurasien unterwegs sind, schenkt sie uns spontan einen kleinen Bilderrahmen, passend zur Größe unseres Aufklebers, den wir ihr überreicht haben. Natascha entdeckt einen Laden mit bunter (chinesischer?) Kleidung und weil sie so verzückt guckt, darf sie sie auch gleich mal ausprobieren.Der zur Zeit in China studierende Marcus und der deutsch sprechende Wu Sjan begleiten uns, wir sind ein lustiges Team. Die Geschaftsführerin des Kleiderladens gesellt sich dazu. Wir schlendern einfach weiter durch das Künstlerdorf, gönnen uns manchmal eine Pause, bestaunen die restlichen architektonischen Reste des Dorfe und die künstlerisch gestalteten Gassen.
im Künstlerdorf Dafen
Mit Wu auf der Suche das „Dorf“ ist gefunden wir sund gespannt … Vor 35 Jahren soll es noch ein Dorf gewesen sein, jetzt Stadtteil von Shenzen ist hier die Kunst samt den dazugehörigen Künstlern zu hause. In kleinen Ladengeschäften und anders wo sitzen die Künstler, malen, zeichnen, formen Skulpturen, töpfern und, und, und.Da Kunst ja bekanntlich nach Brot geht, gibt es hier die chinesische Variante: Weltberühmt, wie gut sie Kopien berühmter Kunstwerke herstellen können sind sie fleißig dabei. Ich kann nicht einschätzen wie viele der ausgestellten Kunstwerke aber auch ihre eigenen Originale sind. Wer soll denn das kaufen? Einen, wenn auch so original getreu nachgemalten Van Gogh, wie man es kaum glauben kann zu kaufen, wem fällt das ein?Von einem deutsch sprechenden Chinesen erfahre ich: „Die Gemälde da drüben sind eine Bestellung aus Amerika!“ – Aha!
Meeresangebot in der Gaststätte
Im Shenzen-Museum
Während unseres China-Aufenthaltes wurden uns immer wieder von verschiedenen Bekannten wundersame Dinge über die Stadt Shenzen erzählt. Erst mal am beeindruckendsten: Sie hat derzeit wohl so um die 17 Millionen Einwohner oder mehr. Das ist ja mehr als in meiner ehemaligen Heimat DDR.Nun, schon ein paar Wochen in Shenzen, hatten wir schon einiges gesehen, Wohnhäuser 30 Stockwerke und mehr, Wolkenkratzer in Hülle und Fülle, das wohl dritthöchste Hochhaus der Welt usw. Wir wussten auch schon, dass es extra über die Entwicklung der Stadt ein Museum geben sollte… mit Lydia undRobert durch die Stadt ins Shenzen-Museum Lydia und Robert luden uns ein das Museum zu besichtigen:Riesengebäude, äußerste Großzügigkeit, futuristische Ausstellungsdetails, riesige Projektionswände, Fotos, Fotos, Fotos, deren chinesische Beschriftung wir natürlich nicht lesen konnten. Die Säle waren aber auch nach Jahreszahlen gegliedert, sodass man sich ein bisschen hineindenken konnte. im Mittelgeschoß Ein Kaffee-Roboter Uns interessierte erst mal besonders der Anfang der Stadt. Fotos von vor 1979 zeigen eine Siedlung mit ungefähr 2000 Einwohnern am fruchtbaren Ackerland und einigen kleinen Betrieben. Wohl auch auf Initiative von Deng Xiaoping wurde beschlossen um das Gebiet des Fischerdorfes eine Stadt zu errichten, die von der Sonderwirtschaftszone Hongkong partizipieren sollte.Daraus entstand dann sozusagen eine Stadt aus dem „Nichts“. Aus Wikipedia:Name bedeutet so etwas wie: tiefe Entwässerungsgräben (bezogen auf den Reisanbau), Drittgrößte Stadt Chinas, Sonderwirtschaftszone, höchstes Pro-Kopfeinkommen, Jahresdurchschnitt-Temperatur _ 22,4 Grad, 7 Universitäten, U-Bahn,, S-Bahn, Straßenbahn, E-Taxis, E-Busse (100%) BYD 16.359 Stück, Flughafen 45 Millionen Passagiere pro Jahr, ca. 10 Containerhäfen für 29 Millionen Container pro Jahr … Alles in Allem kann man sich’s nicht vorstellen, höchstens wenn man längere Zeit hier ist, kann man’s etwas erahnen. Die Stadt jetzt ein Observatorium ein Containerhafen