Das Gesundheitssystem ist in Russland etwas anders aufgebaut als in Deutschland.Die ärztliche Notbehandlung (samt Transport) ist grundsätzlich für alle Menschen, auch alle Ausländer kostenlos und darf nicht verweigert, verschoben oder ähnliches werden.Das was in Deutschland dem System der allgemeinen Krankenkassen als Krankenversicherung entspricht ist in Russland des staatliche Gesundheitssystem (Arzt, Poliklinik, Untersuchungen, Krankenhaus). In diesem Gesundheitssystem sind alle Bürger aber auch Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung integriert und dieses System ist grundsätzlich kostenlos. Für gehobene Ansprüche (Einzelbettzimmer, Chefarztbehandlung, Behandlung in ausländischer Sprache) kann man eine Zusatzversicherung abschließen, die man bezahlen muss. Krankenhaus und Polyklinik Der „Gesundheitsschalter“ Natascha hilft am Schalter Da ich eine zeitweilige Aufenthaltsbewilligung für 3 Jahre habe, bin ich in dieses System aufgenommen und brauche keine Auslandskrankenversicherung aus Deutschland.5 Minuten von unserer kleinen Wohnung hier in Nowosibirsk / Krasnoobsk ist ein Krnkenhaus kombiniert mit einer Polyklinik wie ich es noch aus DDR-Zeiten kenne. Ich habe mich dort für dieses Gesundheitssystem registrieren lassen und ein entsprechendes Dokument zur Legitimierung bekommen.
In der Philharmonie
Ein Plakat hatte uns neugierig gemacht, in der Philharmonie Nowosibirsk war ich noch nicht gewesen. Nowosibirsker Akademisches Sinfonieorchester mit Werken von Sibelius und Prokowjew.Der Eintrittspreis von umgerechnet 12 € war moderat, die Karten in einem Einkaufstempel schnell gekauft. Parallel dazu, weil wir ja mindestens bis 12 Januar 2026 in der Stadt sind, haben wir auch noch die Karten für 2 Theaterabende Anfang Januar gekauft.Dadurch dass der Linienbus 1,5 Stunden bis zur Philharmonie brauchte , kamen wir auch gleich erst mal 20 Minuten zu spät – sehr ärgerlich – zum Glück haben die Hausangestellten nichts schlechtes daran gefunden und leiteten und auf die Reihe 1, an die Seite, damit wir nicht stören. https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/12/Philharmonie-klein.mp4 Was sahen wir? Einen sehr emotional dirigierenden Dirigenten, dessen Name mir natürlich nichts sagte – Dimitri Botinik. Nach der Reaktion des Publikums muss er hier sehr beliebt sein.Ein Orchester in Riesen-Besetzung, ein so großes hatte ich noch nicht erlebt (Beispiel 7 Kontrabässe). Nach der Pause war der Hörgenuss deutlich besser, unsere richtigen Plätze waren Reihe 8 in der Mitte, das Klangbild war ausgewogener.Zum Schluss gab es einen wohlverdienten langen Applaus mit standing Ovation. Schließlich entdeckten wir auch noch ein Plakat für ein symphonisches Jugendorchester in 2 Tagen mit einem sehr schönen Foto des Jugendorchesters. Wir fühlten spontan Lust zu probieren, ob da noch Karten zu haben waren.
Geburtstag in Familie
unser Geschenk Lichter ausblasen Torte mit Aufschrift Timur, der Sohn von Nataschas Schwester hat seinen 14. Geburtstag. Das ist schon so erwachsen, dass er einen Ausweis beantragen kann. Wir sind eingeladen in die Gaststätte um die Ecke und haben unsere Geschenke eingepackt. Die Geburtstagstorte Olivia schmeckt es die Hälfte ist schon weg die große Schwester Karina Die Geburtstagsgesellschaft
Nowosibirsk im Winter
Straßenszene Bahnhof der Trassib am Bahnhof Sonne über dem Stausee des Ob einigermassen frostsicher Lucie beim Träumen Neujahrstanne Zugang zur Metro neben der Metro Bahnhofs-Café Bahnhofs-Café Bahnhofs-Café
Tina und Rudy
Über Telegram und 3 Ecken hatten wir Rudy kennengelernt. Er war mit seiner Frau Alewtina auf ziemlich abenteuerliche Weise in den letzten 10 Jahren über Deutschland, Georgien (Hochzeit) und Kaliningrad in Nowosibirsk gelandet. Dabei half ihnen ein Ford-Transit Hochdach, also etwas für mich sehr bekanntes, was noch zu hause auf mich wartet. Lkw Rudy Rudys Transit Rudys Transit im Winterschlaf Beide etwa in unserem Alter und mit ähnlichen Ambitionen, hatten wir schließlich ein schönes Gespräch beim Bier. Dann stellte sich auch noch heraus, dass er Gitarre spielt, und ein bisschen Equipment nach Russland mitgebracht hatte (etliche seiner Gitarren und ein bisschen Technik).Na, was fällt uns da ein? wir sitzen vor der Bühne Natascha bestand auf ein Gruppenfoto beim Bier
Advent in Russland
Kaum wieder in Nowosibirsk eine Einladung ins Kulturhaus der Russland-Deutschen „Russisch-Deutsches Haus“.Da wir im vergangenen Jahr auch schon dabei waren, freuten wir uns auf ein Wiedersehen mit unseren Bekannten. Die Weihnachtstanne Jolka Anna führte durch das Programm Die neue Gemälde-Ausstelluung wurde heute eröffnet Diesmal war das Erdgeschoss mit Saal im Kulturhaus in einen großen Weihnachtsjahrmarkt verwandelt. Fast alles selbstgebastelte, produzierte Weihnachtsassesoires und solches zum Selberbasteln (ein kleiner Ausschnitt – siehe Fotos). Eine Gemäldeausstellung im Obergeschoss wurde eröffnet. Auch Brezeln, Rosinen- und Mohnstollen waren im Angebot Spinnen in Nowosibirsk selbstgebautes, fast wie im Erzgebirge Weihnachtsschmuck Weihnachtsbasteln mit den Kindern Weihnachtsgeschenke Ab 13 Uhr zeigte das Kulturhaus sein selbst gestaltetes Weihnachtsprogramm, fast alle künstlerischen Beiträge waren aus dem Kulturhaus – 3 Tanzgruppen, 1 Akkordeon-Orchester, viele Solisten allen Alters, Rezitationen, ein Gesangsduo, eine A-Capella Gruppe usw. Tanz um das Adventlicht Mein Lieblingsgemälde klassischer Gesang vor der Bühne er hat sein Weihnachtsgeschenk fertig Natascha versteckt sich vor einer Weihnachtstanne Zusätzlich hatten wir noch zwei neue Bekannt eingeladen: Rudy aus Deutschland (Bonn) und Tina aus Nowosibirsk, ein Ehepaar, dass auch erst vor Kurzem hier ansässig geworden war. https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/video_2026-02-08_19-09-25.mp4https://neuekarawane.de/wp-content/uploads/2025/11/2-weisse-Frauen-2.mp4
Wieder in Sibirien und eine schlechte Nachricht
Alles planmäßig, die Nacht im Flughafen Peking gut überstanden (warm, gute Sitzgelegenheiten usw.) sind wir am Vormittag in Nowosibirsk gelandet und von Nataschas Tochter mit dem Auto abgeholt worden. In ihrer Wohnung im 20. Stockwerk haben wir uns dann erst einmal ausgeschlafen.Nun die nächste Reiseetappe, Nataschas Schwester hat uns unweit ihrer Wohnung ein Zimmer angemietet und danach sind wir erst einmal eingezogen samt all den Sachen, die wir für den Winter in Ihrer Wohnung deponiert hatten.Typisch russische Wohnverhältnisse der 70-er, 80-er Jahre – 6. Etage (mit Fahrstuhl) Ein Zimmer von 12 Quadratmetern, Toilette, Küche und Bad gemeinsam … Blick aus der 20. Etage unser neues Zimmer ein Blick aus unserem neuen Fenster Unmittelbar nach einer Einladung am Konzert des Russisch-Deutschen Chores teilzunehmen erreicht uns die Nachricht:Alla unsere 78-jährige Freundin aus dem Chor ist zu hause gestürzt und hat sich einen Schenkelhalsbruch zugezogen. Sie liegt nun im Krankenhaus. Wir beschließen spontan sie zu besuchen und zu trösten. Wir kaufen noch Obst, Süßigkeiten und Getränke und machen uns am Vormittag auf den Weg.Das Krankenhaus liegt so ziemlich am anderen Ende der Großstadt, das dauert so seine Zeit mit 2 x Umsteigen (u.a. mit der Metro).Ohne groß auf ihre Umstände rings herum einzugehen (Durch ihren zu hohen Blutdruck erweist sich die Behandlung als kompliziert), spüren wir, dass sie sich über unseren Besuch sehr freut. Sie will ganz viel über unseren Besuch in China wissen und lässt sich wieder und wieder Fotos zeigen und fragt nach Details.Als wir uns ins schon dunkle Nowosibirsk verabschieden drücken wir ihr den Daumen, dass sie möglichst schnell operiert werden kann … wir an ihrem Krankenbett unsere Unglücksmaus Alla Abschied
Die Zugfahrt nach Peking
Normalerweise,wie wir hergekommen waren, würden wir mit dem Flugzeug von Chenzen auch wieder zurück nach Nowosibirsk fliegen.Aber nun, schon einmal in diesem futuristischen Land, wollte ich auch gerne die Möglichkeiten ausprobieren. In Deutschland war ich schon einmal im ICE mit über 200 Stundenilometer gefahren. Im Flugzeug hätten wir auch in Peking umsteigen müssen, so bot es sich an, den chinesischen Hochgeschwindigkeitszug auszuprobieren. Mit Kellys Hilfe gelang es uns die Fahrkarten zu kaufen, die sie per Internet und WeChat auch gleich bezahlte, wir mussten das Bargeld erst mal aus dem Bankautomaten holen und es ihr dann bar bezahlen, was soll sie aber mit dem Bargeld, sie muss es sowieso wieder auf ihr Konto zahlen? 6:00 Uhr Aufstehn, das Gepäck fertig packen, die Wohnung reinigen und frühstücken – 7:00 Uhr ab zum U-Bahnhof.Wie sich herausstellte totale Fehlkalkulation. Kelly hatte uns angeboten uns früh um 7 abzuholen und zum Zug im Nordbahnhof zu bringen. Ich -Kelly. das ist doch nicht nötig, du so früh, wir wissen doch,wie wir zum Nordbahnhof kommen!Als Kelly um 7 Uhr in unserer Tür stand war die gesamte Küche noch aufzuräumen, abzuwaschen, Fußboden zu saugen …Ich wurde sehr nervös – die Fahrkarten hatten 250 Euro gekostet (Economy-Class). Den Zug DURFTEN wir nicht verpassen! Kelly half so gut sie konnte, 7:15 Uhr stürmten wir samt 7 Gepäckstücken aus dem Haus zum U-Bahnhof, ich humpelte hinterher, zum Glück ist Shenzen die Stadt der Rolltreppen. Aber jetzt quer durch den riesigen Nordbahnhof, zum Glück kannte Kelly den Weg und wir landeten schließlich an der Passkontrolle:Zugfahrten sind in China grundsätzlich für alle nur mit dem Pass. Kelly organisierte noch, dass wir durch einen Sonderschalter durften, weiter konnte sie uns nicht begleiten: Sie hatte ihren Pass vergessen.Es blieben noch knapp 10 Minuten und vor uns 39 Bahnsteige. Kelly, die uns nun nicht weiter begleiten konnte, sprach kurzerhand eine vor uns anstehende junge Frau mit Gepäck an, ob sie uns helfen könnte?Ohne Diskussion nahm sie von Kelly unsere chinesischen Fahrkarten entgegen und uns bei der Hand, halb im Laufschritt führte sie uns nicht nur an unseren Zug, sogar bis vor in unseren Wagen und zeigte uns darin unsere Plätze bis sie blitzartig verschwand um ihren Platz zu suchen. Wir konnten uns gar nicht richtig bedanken!Von hier aus noch einmal ganz vielen Dank!Punkt 07:55 Uhr, der Zug fuhr an und wir hatten es geschafft! Aber eben nur mit Hilfe chinesischer Freunde und Bekannter. Was fiel mir auf? – Der Zug fuhr auf die Sekunde los.– Der Zug führ im Schnitt 340 km/h – Spitze 354 km/h, man konnte immer mitlesen.– Schienenstöße waren quasi nicht zu hören, nur ein ganz leises Summen der Klimaanlage.– Innentemperatur konstant 23 Grad, außen 10 Grad (in Landesmitte).– Security-Personal durchstreifte in Abständen den Zug.– wie im Flugzeug gab es immer wieder Kaffee, Tee und Getränke im Angebot.– in Abständen komplettes Mittagessen zur Auswahl.– aller gefühlten 5 Minuten (eher untertrieben) ging ein Ruck durch den Zug. –>– Gegenzug (nur Personenzüge), nach gefühlter 1 Sekunde war der vorbeigeflogen.– Internet in normaler Qualität (5G) unterbrechungsfrei die ganze Strecke bis Peking. Nach 8 Stunden und gefühlten 10 Zwischenhalten hatten wir die 2200 km „erfahren“.Es blieben:– Fahrt zum Zentralflughafen Peking mit dem Schnellzug– Einchecken zum Flug (9 Stunden später)– Flug nach Nowosibirsk (Flugzeit 5 Stunden)– Ankunft bei 3 Grad Frost, Kontakt mit Nataschas Tochter herstellen, die mit dem Auto und Wintersachen auf uns schon wartete.– Ausschlafen in ihrer Wohnung
Hongkong
Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Wolf, unser chinesischer Freund, der sich selbst Deutsch beigebracht hat, hat sich extra ein Visum für Hongkong organisiert um uns nach Hongkong zu begleiten. Wie ich dann später erfuhr,war er das letzte mal vor 20 Jahren in Hongkong gewesen.Wir trafen uns also an der Grenzübergangsstation der U-Bahn voll Zuversicht. Zwei unterschiedliche Durchgänge: einer für Chinesen, einer für Ausländer, jeder also für sich – Aber: am Grenzkontrollpunkt Grenzstation Grenzübergang Böse Überraschung: Problem Nr.1: Natascha durfte Festland-China nicht verlassen!Ungläubig hörten wir den chinesischen Grenzbeamten zu – sie hatte doch ein China-Visum für 3 Monate, so steht es doch in ihrem Pass, wieso ist ihr Visum abgelaufen?Sie aber zeigten uns, dass aber auch auf chinesisch dort steht: Innerhalb der 3 Monate darf sie sich nur 30 Tage in China aufhalten – jetzt ist sie ILLEGAL in China!Für das Visum hatten wir 70 Euro bezahlt, auf die Fahrt in die Mongolei verzichtet, und nun?In der Zwischenzeit war in China ein Gesetz in Kraft getreten (von dem angeblich sogar Putin überrascht worden war), dass Russen ebenso wie die Deutschen ohne Visum 30 Tage in China sein durften.Was tun? Der Grenzbeamte meinte schließlich, er würde das klären, dass sie keine Strafe zahlen müsste … Wir sollen warten.Nach gefühlt einer Stunde kam er wieder. Sie haben einen Weg gefunden, Natascha unterschreibt, dass sie so etwas Böses nie wieder tut, dann muss sie nichts bezahlen.Problem Nr.2:Natascha darf dann China verlassen aber die Grenzbeamten von Hongkong lassen sie nicht rein! Das muss er noch klären. Nach gefühlt einer weiteren Stunde kam er wieder und sagte das Schreiben, das Natascha unterschreiben muss würde jetzt so verfasst, dass sie damit auch nach Hongkong kommt.Er nahm Natascha mit und nach gefühlt einer 3. Stunde kam sie schließlich mit dem unterschriebenen Dokument zurück und mit ein Bisschen Hin-und Her auch über die Grenze. Dort wartete geduldig unser chinesischer Feund Wolf, per chinesischer SMS hatte ich ihn immer wieder mal auf dem Laufenden gehalten. Uff!!! ab geht die Fahrt Richtung Zentrum die Zuchtanlagen der Meeresfrüchte Direkt nach dem Kontrollpunkt warteten schon Armadas von Bussen uns in die Stadt zu bringenWir fuhren eine halbe Stunde mit dem Bus quer durch Hongkong und landeten schließlich in der Nähe des Hafenzentrums. So schlenderten wir durch City-Straßen mit üppigen Geschäften von Welt-Edelmarken, jeweils Animationsdiener vor der Tür. Die Büchse Bier kostete 10 €, an Gaststätte war nicht zu denken. Woklenkratzer an Wolkenkratzer Queen Elizabeth Primary Scool unterwegs U-Bahn in Hongkong bei ROT die Straße entlang Zum Glück hatte Natascha alles gut vorbereitet, für alle Essen und Trinken in den Rucksäcken dabei und auf einer Hafenbank prellten wir die hiesige Gastronomie um ihre horrenden Einnahmen (hier ist es wirklich 10x teurer als in Shenzen)! – Alles weitere in Fotos-
Abschiedsessen
der Speisesaal der Gaststätte sie beraten das Menü Ein Teil unserer „chinesischen Familie“ … Kelly, ihre Mutter, ihr Vater, ihr Sohn, die Schwiegertochter und der Enkel Bobo. bevor die Gäste kamen warten auf die Gäste die ersten Speisen auf der Drehplatte Sie alle kannten wir schon und am vorletzten Tag in China luden wir alle ein zum Mittagessen, Eckart war schon wieder in Deutschland um als pensionierter Sportlehrer das Geld für die nächsten Reisen zu verdienen. jetzt ist fast alles da wir beginnen zu speisen hinter uns der jüngere Teil Wir tauschten freundliche Blicke aus, umarmten uns und versuchten Smalltalk in allerlei Sprachen. Bobo hielt die Frauen in ständiger Aktion, der Alte Vater verabschiedete sich dann schon bald zum Mittagsschlaf …