Ein böser Unfall

Die vierspurige Hauptstraße, rechts noch die Parkspur, es geht eng zu.Ich fahre dummerweise auf der Innenspur. Ein Krach, ich halte an, bei einem Pkw war die Tür umgebrochen, sie hatte sich zwischen Stoßstange und vorderem rechten Schutzblech verfangen. Viel Geschrei, zum Glück kam kein Mensch zu Schaden. Polizei, ruhig, freundlich Unfallaufnahme. Behauptung gegen Behauptung, ich hatte keinen Zeugen, meiner Ansicht nach wurde die Pkw-Tür geöffnet, während ich vorbei fuhr.

Alkoholtest, Polizeistation, Vernehmung, Protokoll – ruhig, nicht unfreundlich. Am nächsten Tag, 10 Uhr, sollte eine Gegenüberstellung sein. Die fand aber nicht statt – Polizeifeiertag. Sergej unterstützte mich, obwohl es ihm gesundheitlich nicht gut ging und ihn das ziemlich mitnahm. Ich sollte mich mit dem Unfallgegner einigen, alle meine abchasischen Freunde rieten mir die Schuld auf mich zu nehmen, sonst wäre eine Gerichtsverhandlung nötig, das könnte viele Monate dauern. Auch mich hat die Ungewissheit sehr mitgenommen, ich fing nach 30 Jahren wieder an zu rauchen!
Schließlich einigten wir uns auf ein Äquvalent von 1000 Euro, ich zahlte mit Sergej als Zeugen. Auf seinen Vorschlag ging der Geschädigte mit mir ins Polizeipräsidium und erklärte – alle Ansprüche wären aufgehoben. Protokoll, alle unterschrieben, der Fall war erledigt.

Blieb schließlich die Reparatur des Schutzbleches aus Plastic. Wowa aus der Stiftung half mir sehr dabei, er hatte auf dem Stiftungsgelände eine große Werkstatt. Schließlich waren außer ein paar kleine Beulen kaum noch etwas zu sehen – So ine Aufregung, auch Sergej hatte das alles sehr mitgenommen …

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